Starkes Wir, starkes Ich -
Teampsyche stärken und gesund kommunizieren
Dieser Vortrag zum Thema Teamzusammenhalt vermittelt fundiertes psychologisches Wissen und zeigt, wie Zugehörigkeit, Vertrauen und gesunde Kommunikation im Team entstehen – und warum sie gerade unter Druck entscheidend sind.
Warum ist Teamzusammenhalt so wichtig?
Zugehörigkeit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Menschen sind soziale Wesen – wir brauchen Verbindung, um uns sicher, wirksam und gesund zu fühlen. Psychologische Modelle wie die Self-Determination Theory (Deci & Ryan, 2000) oder die Arbeiten von Klaus Grawe (2004) zeigen: Zugehörigkeit und Bindung sind zentrale Voraussetzungen für psychische Gesundheit.
Gelingt Zugehörigkeit im Team, entsteht Sicherheit. Mitarbeitende trauen sich, Ideen einzubringen, Fragen zu stellen und auch Unsicherheiten zu zeigen. Wird dieses Bedürfnis jedoch verletzt – etwa durch Abwertung, Ausgrenzung oder Schweigen – reagiert unser Nervensystem mit Stress. Zusammenarbeit wird dann anstrengend, Kommunikation brüchig, das „Wir“ gerät ins Wanken.
Warum Kommunikation unter Stress schwierig wird
Stress wirkt sich direkt auf unsere Wahrnehmung und Kommunikation aus. Aktiviert wird das limbische System – zuständig für schnelle, emotionale Reaktionen – während der präfrontale Kortex (der Bereich für bewusste Reflexion, Perspektivwechsel und Selbstregulation) gehemmt wird.
Die Folge: Wir hören weniger zu, interpretieren schneller negativ und reagieren impulsiver.
Besonders relevant sind in solchen Momenten nonverbale Signale – ein genervter Tonfall, hektische Gestik oder ein abfälliger Blick. Unser Nervensystem fragt in diesen Situationen nicht „Was wurde gesagt?“,
sondern: „Bin ich hier sicher?“ (Polyvagal-Theorie, Porges, 2011.)
Der Vortrag „Starkes Wir, starkes Ich“
Wenn Teams funktionieren, entsteht Magie – Vertrauen, Motivation, Produktivität.
Und wenn nicht? Dann wird aus dem „Wir“ schnell ein „Ich gegen die Anderen“.
Dieses Format beleuchtet, warum psychische Gesundheit kein Einzelthema ist, wie Kommunikation unter Stress kippt – und was Teams konkret tun können, um gemeinsam stark zu bleiben.
Der Vortrag verbindet psychologisches Fachwissen mit praxisnahen Beispielen und zeigt:
wie Zugehörigkeit und Sicherheit im Team entstehen
warum psychologische Sicherheit die Grundlage für Offenheit und Lernfähigkeit ist
wie Kommunikation unter Stress beeinflusst wird
welchen Gestaltungsspielraum jede einzelne Person im Alltag hat
Klar, fundiert und alltagsnah – mit Impulsen, die sofort wirksam werden können.
Starkes Wir: Psychologische Sicherheit im Team
Psychologische Sicherheit (Edmondson, 1999) bedeutet, dass Menschen im Team offen sprechen, Fragen stellen und Fehler benennen können – ohne Angst vor Bloßstellung oder negativen Konsequenzen.
Studien zeigen: Teams mit hoher psychologischer Sicherheit melden mehr Fehler – nicht, weil sie schlechter arbeiten, sondern weil sie sich trauen, ehrlich hinzusehen und daraus zu lernen.
Ein starkes Team bleibt auch in schwierigen Momenten verbunden:
durch Vertrauen, klares Zuhören, wertschätzende Rückmeldungen und die bewusste Einbindung aller – gerade auch der leiseren Stimmen.
Starkes Ich: Selbstregulation & Umgang mit Triggern
Ein gesundes Miteinander beginnt bei jeder einzelnen Person.
Selbstregulation heißt, eigene Reaktionen wahrzunehmen und bewusst zu steuern – besonders dann, wenn etwas „triggert“.
Trigger können zum Beispiel sein:
fordernde E-Mails
Unterbrechungen im Meeting
alte Rollen- oder Konfliktmuster
Oft berühren sie unerfüllte Bedürfnisse wie Anerkennung, Fairness, Ruhe oder Kontrolle. Statt impulsiv zu reagieren, hilft ein kurzer innerer Check:
Was passiert gerade in mir?
Was ist mir hier wirklich wichtig?
Was braucht die Situation – von mir und vom Gegenüber?
Ziel ist nicht perfekte Kommunikation, sondern bewusste, menschliche Kommunikation.
Teamklima ist Teamaufgabe
Jede:r beeinflusst das Miteinander – bewusst oder unbewusst, verbal und nonverbal.
„Ein starkes Team ist kein Zufall. Es ist eine Entscheidung – jeden Tag aufs Neue.“
Fragen Sie nach Ihrem individuellen Angebot
Sie möchten den Vortrag in Ihrem Unternehmen anbieten? Dann senden Sie uns eine Nachricht. Wir können den Vortrag sowohl digital als auch vor Ort in Ihrem Unternehmen halten. Sehr gerne gehen wir auf Ihre Situation und die Bedürfnisse Ihrer MitarbeiterInnen ein, um passende Impulse zu geben.
Quellen:
- Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). The „what“ and „why“ of goal pursuits: Human needs and the self-determination of behavior. Psychological Inquiry, 11(4), 227–268.
- Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Hogrefe.
- Edmondson, A. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350–383.
- Porges, S. W. (2011). The polyvagal theory: Neurophysiological foundations of emotions, attachment, communication, and self-regulation. Norton.